Inhalte
Teile diesen Beitrag

Die keltischen Jahreskreisfeste – acht Stationen im Wandel des Jahres

Der keltische Jahreskreis ist ein Symbol für den Rhythmus der Natur und das Zusammenspiel von Licht und Dunkelheit. Acht Jahreskreisfeste markieren die Übergänge von Jahreszeiten, Sonne und Mond – ein Kreislauf von Werden, Wachsen, Ernten und Ruhen. Viele dieser Feste leben heute in neuer Form weiter, sei es in christlichen Feiertagen oder in modernen Naturspiritualitäten.
Sonnen- und Mondfeste im Jahreskreis
Im keltischen Jahreskreis unterscheidet man vier Sonnenfeste und vier Mondfeste:

Die Sonnenfeste
Die Sonnenfeste richten sich nach den Sonnenständen im Jahr:
* Wintersonnenwende (Yule) – ca. 21. Dezember
* Frühlings-Tagundnachtgleiche (Ostara) – ca. 20. März
* Sommersonnenwende (Litha) – ca. 21. Juni
* Herbst-Tagundnachtgleiche (Mabon) – ca. 21. September

Die Mondfeste
Die Mondfeste liegen jeweils in der Mitte zwischen den Sonnenfesten. Sie galten als besonders kraftvoll und orientierten sich am Mondzyklus:
* Samhain – 31. Oktober / 1. November
* Imbolc – 1./2. Februar
* Beltane – 30. April / 1. Mai
* Lughnasadh – 1. August
👉 Zusammengefasst: Die Sonnenfeste markieren Wendepunkte und Gleichgewichte im Jahreslauf, während die Mondfeste die zyklische Kraft des Lebens, der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte widerspiegeln.

jahresrad_keltisch

Die acht keltischen Jahreskreisfeste mit Ritualideen

Samhain (31. Oktober – 1. November)
Das „keltische Neujahr“ leitet die dunkle Jahreshälfte ein. In dieser Nacht sollen die Grenzen zwischen den Welten besonders durchlässig sein.

✨ Ritualidee: Eine Kerze für die Ahnen entzünden oder einen Ahnentisch gestalten.

Wintersonnenwende – Yule (ca. 21. Dezember)
Die längste Nacht des Jahres, in der das Licht wiedergeboren wird. Ein Fest voller Hoffnung und Neubeginn.

✨ Ritualidee: Ein Yule-Feuer entzünden oder das Zuhause mit Lichtern schmücken.

Imbolc (1.–2. Februar)
Imbolc steht für Reinigung, Inspiration und den Neubeginn. Göttin Brigid wird mit diesem Fest verbunden.

✨ Ritualidee: Frühjahrsputz (symbolisch und praktisch), weiße Kerzen entzünden.

Frühlings-Tagundnachtgleiche – Ostara (ca. 20. März)
Licht und Dunkelheit sind im Gleichgewicht. Symbole wie Ei und Hase wurden später in Ostern übernommen.

✨ Ritualidee: Samen säen oder bewusst die erwachende Natur bei einem Spaziergang wahrnehmen.

Beltane (30. April – 1. Mai)
Ein Feuerfest, das Fruchtbarkeit, Lebensfreude und Verbindung feiert. Traditionell wurde ein Maibaum errichtet.

✨ Ritualidee: Blumen ins Haus holen oder ein Feuer entzünden.

Sommersonnenwende – Litha (ca. 21. Juni)
Die Sonne erreicht ihren Höhepunkt – ein Fest der Fülle und Lebenskraft.

✨ Ritualidee: Kräuter sammeln, draußen feiern oder ein Sonnenaufgangsritual erleben.

Lughnasadh (1. August)
Das erste Erntefest zu Ehren des Gottes Lugh. Brotbacken und Teilen der Ernte stehen im Mittelpunkt.

✨ Ritualidee: Ein Brot backen, Dank für die Fülle ausdrücken und teilen.

Herbst-Tagundnachtgleiche – Mabon (ca. 21. September)
Ein Erntedankfest, bei dem Licht und Dunkelheit erneut im Gleichgewicht stehen. 2025 fällt Mabon mit dem Weltfriedenstag zusammen – wir feiern dies mit einem Planetary Dance: Jeder Tänzerin spricht aus, wofür er/sie tanzt, etwa: „Mein Name ist Martina und ich tanze für meine Heilung, für meine Patientinnen und für die Heilung der Menschheit.“*

✨ Ritualidee: Einen Erntetisch mit Früchten und Gaben des Jahres gestalten.

Antje Hohns

Stay in the loop

Subscribe to our free newsletter.

Related Articles